Schloss Myllendonker Senioren wieder im Halbfinale

Lange nicht mehr waren die AK 55-Männer des GC Schloss Myllendonk mit einem so großen Respekt an die Viertelfinal-Aufgabe gegen den Essener GC Haus Oefte herangegangen im prestigeträchtigen Wettbewerb „Mannschafts-Lochwettspiel der Rheinland-Senioren“! „Die Essener Mannschaft ist ausgeglichen besetzt, an der Spitze stark, im Mittelfeld zuverlässig und im hinteren Bereich gefährlich gut!“ So charakterisierte Teamcaptain Wilfried Schmitz die Situation nach dem Studium der Meldeliste. Außerdem hatten die Essener Vorstädter in der ersten Runde eine starke Leistung gezeigt beim Sieg gegen den Aachener GC. Vorsicht also war geboten, um die Erfolgsgeschichte gerade in dieser Konkurrenz nicht vorzeitig beenden zu müssen. Zumal es einige nicht vorhersehbare Absagen gab, die aber von Wilfried Schmitz mit Geschick und gewievter Aufstellungs-Taktik kompensiert werden konnten.

„Wichtig is auf’m Platz!“, hatte mal ein bekannter Dortmunder Fußballspieler (Ady Preißler) gesagt, soll heißen: es muss erst mal gespielt werden, bange machen zuvor gilt nicht. Und so gingen die Schloss Myllendonker, immerhin dreimal in Serie Sieger des „silbernen Siegestellers“, mit Selbstvertrauen an die Aufgabe heran, die dann letztlich auch – trotz einiger eigentlich kaum zu schaffender Vorgaben - prächtig gelöst wurde. Am Ende der 10 Lochwettspiel-Begegnungen hieß es 20:10 für den GC Schloss Myllendonk, damit hatte man seit 2013 den 18. Sieg hintereinander erzielt und sich erneut für das Halbfinale, in dem der GC Essen-Heidhausen der Gegner sein wird, erreicht.

„Letztlich war es dann doch nicht so schwer, wie wir das befürchtet hatten“, freute sich Wilfried Schmitz natürlich über den neuerlichen Erfolg und erwähnte besonders anerkennend das 3:0 von Werner Krauss sen. im Duell der beiden 83-Jährigen gegen den Essener Achim Pfeiffer: „Respekt, Respekt!“ Angesichts dieser Bilanz wollte Filius Werner jun. natürlich nicht zurückstecken, auch er kam mit einer blitzsauberen 3:0-Bilanz zurück ins Clubhaus. Die volle Punktzahl holten auch Wilfried Schmitz und Francis Finn, Caspar Nonnenmühlen, wieder die Zuverlässigkeit in Person, trug mit 2,5 Pluspunkten zum Erfolg bei. Ein kämpferischer Veikko Aho holte auf der „18“ seinen zweiten Punkt, Claus-Peter Doetsch hatte seinen zweiten Zähler schon etwas früher „im Sack“, nachdem er lange Zeit irritiert war allein schon vom Anblick seines mit dem Driver puttenden Kontrahenten Henk Haak. „Halbe-halbe“ machte Hans-Günter Kasteel, während Heinz Rottwilm und – völlig ungewöhnlich und deshalb auch selbst arg geknickt – Wilhelm Krings diesmal punktlos leer ausgingen.

Jetzt also Halbfinale gegen den GC Essen-Heidhausen, und man wartet gespannt auf den Münzwurf im nahen Heiligenhaus, durch den der Gastgeber dieser Partie ermittelt wird. „Irgendwann reißt mal unsere Erfolgssträhne“, so abschließend Wilfried Schmitz, „wobei mir lieber ist, wir verlieren beim Münzwurf als auf dem Platz!“

Sehr gewöhnungsbedürftig, aber es funktionierte: Henk Haak vom Essener GC Haus Oefte, der mit dem Driver puttete!
Nach Sieg über den Essener GC Haus Oefte wieder im Halbfinale (v.l.): Francis Finn, Werner Krauss sen., Wilhelm Krings, Claus-Peter Doetsch, Caspar Nonnenmühlen, Veikko Aho, Werner Krauss jun., Heinz Rottwilm, Hans-Günter Kasteel und Wilfried Schmitz