AK 65 I-Herren: Hitzeschlacht in Wildenrath überstanden

Es war sehr heiß in Deutschland, besonders heiß aber war es im GC Wildenrath – kaum Baum, kaum Strauch – das volle Sonnenprogramm. 70 Grad mindestens, 35 auf den ersten, 35 auf den zweiten Neun!

Spaß beiseite – die AK 65 Herren, die sich mit insgesamt 12 Mannschaften und 72 Spielern auf der sportlich anspruchsvollen Wildenrather Anlage in Wegberg eingefunden hatten, waren allesamt froh, diese fünfeinhalb-stündige Hitzeschlacht mehr oder weniger „unfallfrei“ überstanden zu haben. Eigentlich ist Sport bei diesem Wetter nichts mehr für das ältere Semester, und so wurde auch verwundert gefragt, warum zum Beispiel der AK 65 Herren-Spieltag im GC Ford Köln wegen der Rekord-Temperaturen abgesagt, anderenorts jedoch gespielt wurde.

Zu den ganz wenigen Akteuren, die im GC Wildenrath die Vernunft walten ließen und ihr Spiel nach 12 bis 14 Löchern wegen Erschöpfung abbrechen mussten, zählte auch Werner Gross. Er hatte die Halb-Distanz so einigermaßen und auch mit einem ordentlichen Ergebnis abgeschlossen und begann auch die „zweiten Neun“ mit Bogeys und Pars vielversprechend, doch nach der „14“ verließen ihn die Kräfte. „Ich kann nicht mehr“, so der Bajuware, „mir wurde schwarz vor Augen und ich bekam Schüttelfrost!“ Richtig so, Werner, Aufhören ist keine Schwache, Aufhören ist eine Vernunft.

So mussten die AK 65 I-Herren des GC Schloss Myllendonk an diesem 3. Spieltag (4. Liga, Gruppe F) alle fünf anderen Akteure ohne Streicher in die Tageswertung nehmen, und sie beendeten die Runde mit Bravour. Es wurde zwar „nur“ Platz 5 in der Tageswertung, aber die Differenz zum Tageszweiten, Dritten und Vierten mit sieben, fünf bzw. drei Schlägen Rückstand war derart gering, dass sich im Gesamtklassement kaum etwas änderte, der 4. Platz somit sicher gehalten werden konnte.

Kapitän Wilfried Schmitz, der das Treiben seiner „Jungs“ aus der spanischen Ferne am Live-Ticker verfolgte, meldete sich nach dem letzten Putt gleich zu Wort: „Prima gemacht, ich bin stolz auf euch!“

Bester Spieler im Team des GC Schloss Myllendonk war Klaus Weyl mit einer starken „85“, aber er ärgerte sich noch lange nach dem Match über das Doppelbogey am letzten Loch, „die 83 war drin, zumindest aber die 84!“ Auch Claus-Peter Doetsch (88) brauchte einige Stunden, um das Doppelbogey auch auf seinem letzten Loch wegzustecken. Heinz Rottwilm war mit seiner „91“ gesamtheitlich zufrieden, Francis Finn kam mit einer „96“ in die Wertung. „Drei Schläge weniger waren drin“, sah auch er die Möglichkeit eines besseren Ergebnisses.

Allein Veikko Aho war untröstlich ob seiner „100“. „Da bin ich der Tiefste im Handicap und verpatze dann mit meiner ‚100’ den gesamten Mannschafts-Score. Aber mit sieben Drei-Putts kommst du schnell zu dieser dreistelligen Schlagzahl! Tut mir leid!“

Tagessieger wurde der GC Meerbusch mit 86,5 Schlägen über CR, gefolgt vom GC Haus Bey (93,5), dem GC Rittergut Birkhof (95,5), dem G&CC Velderhof (97,5), dem GC Schloss Myllendonk (100,5) und dem GC Wildenrath II. In der Gesamtwertung verteidigte der GC Haus Bey mit insgesamt 267,5 Schlägen über CR seine Tabellenführung, dahinter ergibt sich diese Reihenfolge: 2. GC Meerbusch (298,5),3. GC Birkhof (315,5), 4. GC Schloss Myllendonk (328,5), 5. GC Wildenrath II (354,5), 6. G&CC Velderhof (363,5).

Vor den drei letzten Spielen haben die AK 65 I-Herren auf den ersten Abstiegsplatz (GC Wildenrath II) einen Vorsprung von 26,0 Schlägen, auf das Schlusslicht G&CC Velderhof immerhin schon 35,5 Schläge Vorsprung.

„Da wir u. a. noch am 20. Juli auf unserem eigenen Platz spielen und dann noch im Rittergut Birkhof und im GC Meerbusch, bin ich optimistisch, dass wir unseren vierten Platz auch bis zum Saisonende erfolgreich behaupten und auch im nächsten Jahr weiter in Liga 4 spielen können“, ist Wilfried Schmitz bei seiner Halbzeit-Analyse ausgesprochen optimistisch.

Abgekämpft, aber fast ausnahmslos zufrieden mit den Leistungen (v.l.): Francis Finn, Veikko Aho, Claus-Peter Doetsch, Klaus Weyl und Heinz Rottwilm; es fehlt Werner Gross