AK 50 Myllendonk-Senioren: Nach Sieg im GC Hubbelrath wieder im Halbfinale

Es war eine schwere Aufgabe, die das AK 50-Team des GC Schloss Myllendonk im Viertelfinale des Mannschafts-Lochwettspiels der Rheinland-Senioren im GC Hubbelrath zu absolvieren hatte. Die Truppe um Teamkapitän Wilfried Schmitz hatte zwar in den beiden letzten Jahren jeweils den begehrten Silberteller gewonnen und auch in diesem Jahr schon zum Auftakt des in Seniorenkreisen äußerst beliebten Wettbewerbs die schwere Auswärtshürde im GC Hösel erfolgreich übersprungen, aber GC Hubbelrath auf eigenem Platz? Für Flachland-Freaks, wie es zum Beispiel die Myllendonker Männer sind, eine extrem harte Bewährungsprobe – spielerisch wie läuferisch.

Und dann hatten die AK 50-Herren des GC Hubbelrath, die zuvor im GC Erftaue nach Auswertung der Scorekarten zu einem entscheidenden Stechen antreten mussten und das dann trotz zuvor eingenommener 4 Bier ihres Kapitäns gewannen, einen ganz regelkonformen Aufstellungs-Trick angewendet: Vorne drei ganz starke Handicapper und hintendran dann „hohe Hausnummern“.

Aber dieses Aufstellungs-Pokerspiel konterte Wilfried Schmitz in EM-verdächtiger Form, besser als „Jogi“, „Mehmet“ oder „Titan-Olli“. Und sein Konzept ging auf – nicht hundertprozentig, aber zu mehr als 70 Prozent, was zum Weiterkommen reichte. Und so verließen dann die Senioren wieder einmal als Auswärtssieger den schönen GC Hubbelrath, dessen Akteure sich schon während der Runde als umsichtige Gastgeber präsentierten und sich auch nach dem Wettstreit bei Speis und Trank sehr großzügig zeigten.

Aber es war wirklich nicht einfach, zu siegen, 20:16 lautete das Endergebnis, 18,5 Punkte sind für den Sieg ausreichend, es sei denn, man lässt sich bei 18:18 auf ein Stechen ein. Es fing gut an - die guten Handicapper Norbert Büsgen und Wilfried Stammeier sammelten jeweils 2,5 Punkte, ebenso Veikko Aho im zweiten Flight, während sich Klaus Weyl, ansonsten eine sichere 3-Punkte-Bank, diesmal mit nur einem Zähler zufriedengeben musste. Dann kamen zwei Nuller ins Ziel mit Kapitän Wilfried Schmitz und Werner Krauss sen., doch Andreas Rost glänzte mit 3 Punkten, Claus-Peter Doetsch steuerte 1,5 Punkte bei. Dann die Entscheidung – wieder mal fiel sie durch Hubertus Heinen und Caspar Nonnenmühlen, die jeweils 3 Punkte erspielten und damit die schon magische 18,5 Punkte-Marke übertrafen. Gratulation - und dann waren die Ergebnisse von Lothar Wenk und Wilhelm Krings im letzten Flight nicht mehr ausschlaggebend, wenngleich beide Spieler mit ihren Leistungen wenig zufrieden waren.

Somit also die AK 50-Senioren im Halbfinale, wieder mal. Der nächste Gegner steht momentan noch nicht fest, entweder ist es der Essener GC Haus Oefte, der letztjährige Finalist, oder der Dürener GC. „Wenn Düren gewinnt, spielen wir im Halbfinale zuhause“, so Wilfried Schmitz, „und wenn Essen weiterkommt, dann muss gelost werden, wer das Heimspiel ausrichten darf.“

Und nachdem der Kapitän sich beim Hubbelrather Gastgeber für die freundliche Aufnahme und für das Weiterkommen bedankt und seinen Mannen zum Sieg gratuliert hatte, begann für ihn die schwierigste Nachbearbeitungs-Phase, nämlich zu überlegen, seit wie viel Spielen „sein“ Team nicht mehr verloren hatte. „Unsere letzte Niederlage auf dem Platz war 2012 im Endspiel im GC Hösel, seitdem haben wir nicht mehr verloren - dreimal im Endspiel gestanden, davon zweimal gewonnen, einmal gab’s ein Unentschieden, und jetzt stehen in dieser Saison auch schon wieder zwei Erfolge zu Buche – macht zusammen – 14 Spiele.“

Das Erfolgs-Team des GC Schloss Myllendonk nach dem Sieg im Viertelfinale im GC Hubbelrath (v.l.): Werner Krauss sen., Klaus Weyl, Veikko Aho, Claus-Peter Doetsch, Wilfried Stammeier, Lothar Wenk, Hubertus Heinen, Andreas Rost, Wilhelm Krings, Kapitän Wilfried Schmitz und Caspar Nonnenmühlen. Es fehlt Norbert Büsgen, der feierte zuhause!