Hattrick und erneuter Finalsieg der GC Schloss Myllendonk-Senioren

„Aller guten Dinge sind drei!“ Mit dieser alten, aus der germanischen Rechtssprechung stammenden Redewendung, schickte Playing-Captain Wilfried Schmitz „seine“ Senioren des GC Schloss Myllendonk in das Finale des Mannschafts-Lochwettspiels der Rheinland-Senioren auf eigener Anlage gegen das Überraschungsteam vom GC Stadtwald Krefeld. Mit „Aller guten Dinge sind drei“ meinte er, dass nach zwei vorangegangenen Endspiel-Erfolgen zuvor gegen ETUF Essen und gegen den Essener GC Haus Oefte nun der mögliche Hattrick anstand, also dreimal in Folge den in NRW-Seniorenkreisen hoch angesehenen Silber-Pokal gewinnen zu können.

Für den GC Stadtwald Krefeld war es die zweite Finalteilnahme, für den GC Schloss Myllendonk indes bereits die fünfte – sicherlich ein leichtes nervliches Plus für die Schloss-Senioren. Dann der so wertvolle Heimvorteil, auch wenn man zuvor mit Erfolgen beim GC Hösel und beim GC Hubbelrath bewiesen hat, dass auch auf fremdem Terrain Siege möglich sind.

Die aussgesprochen sympathischen Gäste vom Krefelder Stadtwald, die über eine kleine, aber feine 9-Loch-Anlage inmitten der Krefelder Galopprennbahn verfügen, hatten gleichfalls Auswärtsstärke bewiesen mit einem überzeugenden Viertelfinal-Erfolg im Aachener GC und hatten zudem für das Endspiel eine von den Handicaps her geschickt ausgesuchte Truppe zum Schloss nach Myllendonk geschickt. Ganz vorne zwei bärenstarke Punktegaranten, dann im weiteren Verlauf taktisch klug aufgestellt: Spieler mit höherem Handicap, denen die Schloss Myllendonker doch einige Schläge „vorgeben“ mussten. „Das wird nicht einfach für uns“, war sich Wilfried Schmitz vor dem ersten Abschlag seiner Sache nicht unbedingt sicher.

Doch nach einigen recht wackeligen Zwischenergebnissen zeigte im Verlauf der Runde der Zeiger immer mehr in Richtung „Sieg für den GC Schloss Myllendonk“. Die Rechnung der Krefelder an der Spitze ging zwar fast hundertprozentig auf, weil die ansonsten so zuverlässigen Punkte-Garanten Norbert Büsgen und Werner Krauss jun. mit nur gerade mal einem halben Punkt die „18“ verließen. Aber in den nachfolgenden Partien waren die Senioren vom Stadtwald dann doch recht schnell auf der Verliererstraße, und der Gesichtsausdruck von Wilfried Schmitz wurde von einem hereinkommenden Flight zum nächsten immer strahlender, bis er dann den entscheidenden 18,5-Punkt notieren konnte.

Als dann von allen 24 Spielern dann die Punkte addiert worden waren, ergab sich dann doch ein sehr klares Verhältnis, denn der GC Schloss Myllendonk hatte letztlich mit 25,5 : 10,5 – Punkten gewonnen. Die optimale Zahl von je drei Punkten erspielten Klaus Weyl, Veikko Aho, Wilfried Schmitz, Claus-Peter Doetsch, Wilhelm Krings, Werner Krauss sen. und Steve Lusardi, der in letzter Sekunde für den auf seinen Einsatz verzichtenden Hans Günter Kasteel ins Team gerückt war. Je zwei Zähler steuerten Hubertus Heinen und Caspar Nonnenmühlen bei, während Andreas Rost als ehemaliger Krefeld-Stadtwälder all’ seine Punkte schweren Herzens seinem Kontrahenten Georg Gross überlassen musste.

Das war also der „Hattrick“ und der insgesamt vierte Finalsieg, nachdem man seinen Club-Namen 2006 erstmals in den Silberteller eingravieren lassen durfte. Es war der 16. Sieg hintereinander seit der Endspiel-Niederlage 2012 gegen den GC Hösel, und man muss einfach damit rechnen, dass diese Serie einmal reißen wird – aber nicht mehr in 2016.

Im Rahmen des gemeinsamen frühen Abendessens überreichte in Vertretung des verhinderten Spielleiters Heinz Schlosser (GC Hösel) der Kapitän des GC Stadtwald Krefeld, Alexander Nagell, den Silber-Teller an Wilfried Schmitz: „Wir gratulieren Euch sehr herzlich zum heutigen Sieg, Ihr ward Favorit und auch die bessere Mannschaft. Für uns ist es schon ein großer Erfolg, in diesem attraktiven Wettbewerb und mit diesen starken Clubs überhaupt das Endspiel erreicht zu haben!“ Wilfried Schmitz, immer noch strahlend, bedankte sich gleichfalls für das faire Finale mit den Freunden aus dem Stadtwald, und er dankte natürlich auch dem Greenkeeper-Team für den tollen Platz, dem Sekretariat für die begleitende Organisation und der Gastronomie für Speis und Trank. Und an „seine Jung’s“ gerichtet, meinte er: „Ich bin einfach stolz auf Euch!“

Mit zwei Punkten zum Erfolg beigetragen: Caspar Nonnenmühlen
Hatte einen starken Gegner und punktete nicht wie gewohnt hoch: Werner Krauss jun.
Mit Bag und Unterlagen zum Abschlag und drei Punkten: Captain Wilfried Schmitz
Gruppenbild der beiden Final-Teilnehmer: Kapitän Wilfried Schmitz mit dem Silber-Teller, die Sieger und Besiegten rechts und links von ihm
Andreas Rost: „Na, ob der nah genug an die Fahne geht?“
Ein Pfeifchen in Ehren kannniemand verwehren: Hubertus Heinen
Klaus Weyl: Immer mit bester Laune – auch wegen der drei Punkte
Norbert Büsgen – Chippen vorher klappte, aber die Punkte später fehlten
GC Stadtwald Krefeld-Spielführer Axel Nagell überreichte den Silberteller an Wilfried Schmitz
Bärenstarke drei Punkte – Steve Lusardi
Zuverlässig wie eh und je und saubere drei Punkte: Veikko Aho
Getrennt gespielt, aber beide mit drei ganz wertvollen Punkten: Werner Krauss sen. (l) und Wilfried Schmitz
Wieder ganz stark und wieder mal drei Punkte: Wilhelm Krings